Microsoft-Chef Nadella will deutschen Behörden und Firmen seine angeblich abgeschottete Europa-Cloud schmackhaft machen. Doch mit der Souveränität ist es nicht weit her.
Nur noch wenige Wochen bis Monate dauert es hingegen, bis die ID Austria für viele Nutzer nicht mehr verwendbar ist. Der Grund dafür, so erinnert das Unternehmen A-Trust, sind ablaufende Zertifikate. 300.000 davon verlieren zwischen Mai und August diesen Jahres ihre Gültigkeit. Das lässt sich für die meisten Betroffenen aber einfach verhindern.
Wer die Frist verpasst, muss aufs Amt
Grundsätzlich gilt ein ID-Austria-Zertifikat – ausgestellt werden diese, wie schon bei der Handysignatur, von A-Trust – immer für fünf Jahre. Da teilweise Zertifikate der Handysignatur weiterverwendet wurden, läuft bei diesen nun eben bald die Gültigkeitsfrist ab. Wer wissen möchte, wie es um die eigene ID Austria steht, kann auf einer Website der Firma per Login mit der ID Austria abfragen, bis wann genau das registrierte Zertifikat noch gilt.
Diese Frist ist wichtig, denn wenn sie ungenutzt verstreicht, funktioniert nicht nur die ID Austria nicht mehr. Dann ist auch die Onlineverlängerung nicht mehr möglich und man muss am Amt persönlich eine neue ID Austria beantragen. Angesichts der Menge an ablaufenden Zertifikaten rechnet man bei A-Trust mit "erhöhtem Andrang bei Registrierungsstellen".
Es wird ernst: Künstliche Intelligenz zieht in die österreichische Verwaltung ein
KI-Anwendungen sollen die Behörden im Land effizienter machen. Bis KI in die ID Austria einzieht, wird aber noch einige Zeit vergehen
Peter Zellinger
- März 2026, 18:00
204 Postings
Später lesen
Alexander Pröll bei einer Pressekonferenz.
Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll: "Viele Behörden haben in den letzten Monaten mit KI experimentiert. Jetzt beginnt die nächste Phase: Wir gehen von einzelnen Tests zu einem strukturierten und sicheren Einsatz von KI in der Verwaltung."
BKA/Florian Schrötter
Österreichs Amtsstuben gelten nicht zwingend als die Vorreiter des digitalen Wandels. Doch Stempel und Zettelwirtschaft sollen nicht nur digital werden, sondern durch die Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz schneller und effizienter werden. Das ist auch notwendig, denn in den kommenden 13 Jahren gehen 44 Prozent der Bundesbediensteten in Pension. Den altersbedingten Wissensabbau soll die KI ausgleichen.
Die Zahlen, die Staatssekretär Alexander Pröll, der Rektor der TU-Graz Horst Bischof und Roland Ledinger, Geschäftsführer des Bundesrechenzentrums am Dienstag präsentieren, sprechen eine deutliche Sprache: Allein im Jahr 2024 verzeichneten die Bürgerservicestellen rund 660.000 Anrufe. An Spitzentagen gehen bis zu 5000 Anrufe ein – eine Last, für die die aktuelle Hotline-Infrastruktur, die auf etwa 1000 Anrufe pro Tag ausgelegt ist, schlicht nicht gebaut wurde. Das Ergebnis sind Warteschleifen und Frust auf beiden Seiten. Hier setzt die neue KI-Strategie an: Sie soll Nadelöhre in der Kommunikation und knapper personeller Ressourcen ausgleichen.
KI soll die Menschen in der Verwaltung entlasten – nicht ersetzen. Sie kann Routinearbeit abnehmen und den Bediensteten mehr Zeit für komplexe Entscheidungen und besseren Bürgerservice geben; so lautet die Idee. "Bis 2030 werden wir sechs Prozent des Verwaltungsdienstes nicht nachbesetzen. Um diese Lücke zu schließen, setzen wir auf das Motto: Einsparungen durch Digitalisierung, nicht an Digitalisierung. Vor allem durch Künstliche Intelligenz wollen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten. Gleichzeitig modernisieren wir die Verwaltung – ohne dabei sicherheitsrelevante Bereiche oder besonders schutzbedürftige Gruppen zu beeinträchtigen", so Pröll.
Insgesamt ergibt sich durch die neue Regelung ein Einsparungspotenzial von 540 Millionen Euro bis 2030, danach jährlich von rund 250 Millionen Euro – 20 Prozent davon fließen in die Digitalisierung.
17 Anwendungsfelder
Wie sieht diese Zukunft konkret aus? Die Präsentation listet 17 spezifische Anwendungsfelder auf, die den Arbeitsalltag in den Ministerien und Ämtern revolutionieren sollen. Diese reichen von der Umwandlung von Texten in leicht verständliche Sprache über die Zusammenfassung komplexer Dokumente bis hin zur Analyse von Ausschreibungsunterlagen.
Besonders spannend ist die Integration in bestehende Fachanwendungen wie den Elektronischen Akt (ELAK) oder SAP. Wenn eine KI direkt im ELAK-System beim Vergleichen von Gesetzen und Richtlinien hilft oder Entwürfe für Veranstaltungsreden erstellt, spart dies wertvolle Zeit, die die Beamten für komplexe Einzelfallentscheidungen nutzen können. Auch die Erstellung von Excel-Formeln oder die Recherche zu völlig neuen Themenkomplexen soll künftig durch spezialisierte KI-Agenten unterstützt werden.
Kommende Woche wird es ein ressortübergreifendes "KI-Konklave" geben. Dieses Gremium dient als Entscheidungs- und Arbeitsformat, um die Weichen für das kommende Doppelbudget zu stellen. Ein zentraler Bestandteil ist die "Use-Case-Werkstatt", in der Anwendungen in drei Bereichen Verwaltung, Fachanwendungen und Bürger/Unternehmen beschlossen werden.
Modelle von Mistral
"Gerade beim Einsatz von KI im Staat ist digitale Souveränität entscheidend. Deshalb arbeiten wir an einer gemeinsamen Infrastruktur, die unsere Daten schützt und gleichzeitig Innovation ermöglicht." Deshalb laufen auf den GPUs im Bundesrechenzentrum auch bevorzugt europäische Modelle – also etwa Mistral AI aus Frankreich. Dies soll volle Souveränität über die Daten garantieren. Für weniger kritische Anwendungen, die nicht der DSGVO unterliegen und auch nicht unter den AI Act fallen, können Modelle wie GPT-5 oder Gemini über ein LLM-Gateway eingebunden werden. Die GPUs kommen, wie bei der überwiegenden Mehrheit von Rechenzentren weltweit und in Ermangelung von europäischen Alternativen von US-Hersteller Nvidia.
Noch gibt es einige Hürden zu nehmen: Viele Gesetze erlauben aktuell den Einsatz Künstlicher Intelligenz noch nicht. So ist ein Antrag via Chatbot aktuell rechtlich gar nicht möglich. Bis das KI-Zeitalter in der ID Austria aufschlägt, wird ohnehin noch einige Zeit vergehen. Der Bund konzentriert sich aktuell eher auf Einsatzmöglichkeiten im internen Bereich, erst danach folgen die öffentlichen KI-Dienstleistungen. Dennoch will man Meter machen und sich nicht mit Nebenschauplätzen aufhalten. Die KI-Anwendungen sollen eine möglichst breite Nutzerbasis erreichen. Dass es dafür auch ein gewisses Umdenken in der österreichischen Verwaltung braucht, ist den Beteiligten klar. Hier soll über die Bundesverwaltungsakademie die nötige AI-Literacy, also die nötige KI-Kompetenz, vermittelt werden.
"Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die größte Modernisierung der Verwaltung seit der Digitalisierung auszulösen. Wenn wir sie richtig einsetzen, können Verfahren schneller werden und der Staat insgesamt leistungsfähiger", so Pröll. (Peter Zellinger, 10.3.2026)
n Tirol stellten am Freitag die Staatssekretäre Alexander Pröll (ÖVP) und Sepp Schellhorn (NEOS) eine Gesetzesnovelle zur digitalen Verwaltung vor. Was das für die Bürger bedeutet und ob das Recht auf ein analoges Leben in Zukunft noch durchsetzbar ist.
Viele kennen es bereits von der jährlichen Arbeitnehmerveranlagung oder der Familienbeihilfe. Beides wird in bestimmten Fällen automatisch beantragt.
Das System soll in Zukunft auf viele andere Förderungen und Beihilfen ausgeweitet werden. Dafür braucht es eine Novelle des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes (AVG). Diese wurde am Freitag nach abschließenden Verhandlungen in Innsbruck in Begutachtung geschickt und könnte – so Digitalisierungsstaatssekretär Pröll – noch vor dem Sommer im Parlament beschlossen werden.
Von Heizkostenzuschuss bis Strafzahlungen
Bund, Länder und Gemeinden können damit die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben. Die vier zentralen Reformpunkte bringen auch wesentliche Neuerungen für die Bürger:
Einsatz von Chatbots: Computerbasierte Dialogsysteme werden bisher hauptsächlich genutzt, um Anfragen von Bürgern zu beantworten. In Zukunft sollen sie auch dabei helfen, Anträge auszufüllen und an die Behörden weiterzuleiten.
Automatische Verwaltungsverfahren: Die erwähnte antraglose Arbeitnehmerveranlagung ist Vorbild für sogenannte No-Stop-Verfahren, also automatisch eingeleitete Anträge. Als Beispiel nennt der Tiroler ÖVP-Klubobmann Jakob Wolf, der als Vertreter Tirols die Novelle mitverhandelt hat, den Heizkostenzuschuss, der in Zukunft bei bestimmten Einkommensverhältnissen automatisch beantragt werden soll. Ein weiteres Beispiel: Ändert sich der Familienstand – etwa durch Heirat –, veranlasst die KI die Aktualisierung in wichtigen Dokumenten.
Die Zettelwirtschaft soll endgültig ein Ende haben.
Die Zettelwirtschaft soll endgültig ein Ende haben.(Bild: Kronen Zeitung)
Automatische Genehmigung: Nach der bisherigen Rechtslage benötigt jede Entscheidung der Behörde eine menschliche Genehmigung. Der Entwurf zur Gesetzesnovelle schafft die Grundlage für vollständig automatisierte Entscheidungen in einfachen und standardisierten Fällen. Als Beispiel nennt Wolf die Abwicklung von Verkehrsstrafen. „Das ermöglicht eine schnellere Bearbeitung großer Fallzahlen und entlastet die Verwaltung“, beschreibt Pröll den erhofften Nutzen im Staatsapparat.
Online-Banking statt Sepa-Zahlungsanweisungen: Der Erlagschein als Überweisungsformular könnte bald ganz ausgedient haben. Der Gesetzentwurf legalisiert die bereits gelebte Praxis des Online-Bankings und ermöglicht QR-Codes, um Verwaltungsstrafen begleichen zu können.
Pröll und Deregulierungs-Staatssekretär Schellhorn sehen die Automatisierung als wichtigen Schritt, die Verwaltung zu vereinfachen und für die Bürger leichter zugänglich zu machen. Auf die Frage der „Krone“, ob mit der Reform das Recht auf ein analoges Leben obsolet werde, antworten die Staatssekretäre mit einem energischen Nein. Es werde auch in Zukunft die persönliche Vorsprache beim Amt möglich sein. Man werde aber alles dafür tun, die Bürger bei der Digitalisierung „mitzunehmen“.
Tirol
13.03.2026 18:00
commentJetzt kommentieren
In den nächsten 13 Jahren gehen 44 Prozent der öffentlich Bediensteten in Pension. Jahrzehntelange Expertise droht verloren zu gehen, der Fachkräftemangel wächst, und gleichzeitig steigen die Anforderungen an Tempo, Qualität und Effizienz. KI ist die Schlüsseltechnologie, um staatliche Handlungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation langfristig sicherzustellen.
Public AI bündelt alle KI-Vorhaben der Bundesverwaltung unter einer gemeinsamen Dachmarke. Die technische Basis von Public AI ist eine gemeinsame souveräne KI-Infrastruktur des Bundesrechenzentrums, die ressortübergreifend nutzbar ist und als Shared Service weiterentwickelt wird. Ziel ist ein koordinierter Ansatz statt vieler paralleler Einzellösungen.
„Ich begrüße, dass der EU-Gipfel das digitale Mindestalter für soziale Medien klar auf die Agenda gesetzt hat und den DSA als geeignetes Instrument sieht und stärken will“, reagierte Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP). „Aber Kinder und Jugendliche brauchen jetzt Schutz - nicht irgendwann. Österreich wird daher eine nationale Lösung vorantreiben und parallel auf europäischer Ebene weiter Druck machen. Wir können und wollen nicht länger warten.“
Die Ministerien haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen bei der Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) geeinigt. Notwendig geworden ist diese Maßnahme auch, da in den nächsten 13 Jahren 44 Prozent der öffentlich Bediensteten in Pension gehen. Die Regierung will diesen Abgang und den damit drohenden Fachkräftemangel durch die Verwendung von KI abfedern. Geeinigt hat man sich bei einem "KI-Konklave" auf fünf konkrete Anwendungen unter dem Brand "Public AI".
Ein Mann in einem Anzug mit Krawatte steht vor rot-weißen Hintergründen. Sein Gesicht ist verpixelt. Am Revers trägt er ein Abzeichen in den Farben Rot-Weiß-Rot.
Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) blickt in die Zukunft.
Allen Bundesbediensteten soll etwa künftig das KI-Tool GovGPT zur Verfügung stehen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können damit Texte erstellen, Dokumente zusammenfassen und eigene Wissensdatenbanken aufbauen. Auch der elektronische Akt wird mit KI-Funktionen ausgestattet. Damit können Bedienstete künftig Fragen an ganze Aktenbestände stellen und erhalten sofort eine strukturierte Zusammenfassung. Das unterstützt auch die Erfüllung der Anforderungen des Informationsfreiheitsgesetzes.
Das Tool KAPA unterstützt die Ministerien bei der Beantwortung parlamentarischer Anfragen, deren Zahl in den vergangenen Jahren gestiegen ist. KI-SUN wiederum, was bereits verfügbar ist, ist ein persönlicher Wissensassistent, der über 6.000 Seiten Schulungsunterlagen der Bundesverwaltung kennt und Fragen dazu beantwortet. In der nächsten Phase der KI-Offensive sollen Systeme auch selbstständig Prozesse in der Verwaltung auslösen können - etwa Terminbuchungen.
Gemeinsame souveräne Infrastruktur
Man habe aufgrund der Empfehlungen des KI-Beirates "entlang der neuen Schwerpunkte konkret auf KI und Verwaltung gesehen", berichtete Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) am Donnerstag in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse des "Konklaves". Am Ende des Tages würden konkrete Umsetzungsschritte zählen. Die technische Basis von "Public AI" ist eine gemeinsame souveräne KI-Infrastruktur des Bundesrechenzentrums, die ressortübergreifend nutzbar ist und als Shared Service weiterentwickelt wird.
Der Digitalisierungssprecher der Grünen, Süleyman Zorba, zeigte sich grundsätzlich darüber erfreut, dass auf lokale und europäische Modelle gesetzt werden soll. Gleichzeitig mahnte er via Aussendung zur Wachsamkeit und erwartet "eine rasche, nachvollziehbare und überprüfbare Umsetzung". Kritik gab es daran, dass Österreich bis heute keine KI-Behörde bestimmt habe, obwohl die Frist dafür bereits im August 2025 abgelaufen sei.
Notwendig geworden ist die Maßnahme auch, da in den nächsten 13 Jahren 44 Prozent der öffentlich Bediensteten in Pension gehen.
Die Regierung will diesen Abgang und den damit drohenden Fachkräftemangel durch die Verwendung von KI abfedern. Geeinigt hat man sich bei einem „KI-Konklave“ auf fünf konkrete Anwendungen unter dem Namen „Public AI“.
Allen Bundesbediensteten soll etwa künftig das KI-Tool GovGPT zur Verfügung stehen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können damit Texte erstellen, Dokumente zusammenfassen und eigene Wissensdatenbanken aufbauen.
Auch der elektronische Akt wird mit KI-Funktionen ausgestattet. Damit können Bedienstete künftig Fragen zu ganzen Aktenbestände stellen und erhalten sofort eine strukturierte Zusammenfassung.
Das Tool KAPA unterstützt die Ministerien bei der Beantwortung parlamentarischer Anfragen, deren Zahl in den vergangenen Jahren gestiegen ist.
Die ID Austria soll in Österreichs Firmen heuer richtig durchstarten. 200 zusätzliche Firmenpartner sollen gewonnen werden, neue Anwendungen kommen.
Egal welcher Digitalisierungsstaatssekretär hierzulande zuständig sei, ob aktuell Alexander Pröll oder davor Claudia Plakolm (jetzt: Bauer) oder Florian Tursky (alle ÖVP), immer hätten sie die Umsetzung aufgeschoben und auf das gute Funktionieren der heimischen Insellösung verwiesen. Am von der EU kofinanzierten „Aptitude“-Konsortium ist Österreich auch nicht beteiligt.
Mit dem Start der ID Austria vor mehr als zwei Jahren sollte der Alltag der Menschen eigentlich vereinfacht werden. Neben den technischen stehen Interessierten aber nach wie vor bürokratische Hürden im Weg. Für die Ausstellung des digitalen Identitätsnachweises müssen Personen bis zu vier Monate auf einen Termin warten.
Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt bei den Wahlen 2024 wird die Stadt Salzburg heuer weiterentwickelte KI-Phone- und Chatbots für grundlegende Auskünfte per Telefon und Internet einsetzen. Künstliche Intelligenz wird als Amtshilfe eingesetzt, aber von Menschen programmiertIm Melde-, Pass- und Fremdenamt sowie im Gesundheitswesen ist der Einsatz bereits fix vorgesehen.
KI-Anwendungen sollen die Behörden im Land effizienter machen. Bis KI in die ID Austria einzieht, wird aber noch einige Zeit vergehen
Fast die Hälfte der Beamten geht in den nächsten Jahren in Pension. Die Regierung will gegensteuern und den Bundesdienst modernisieren. Dabei setzt man auf künstliche Intelligenz und betont: „KI soll Menschen unterstützen, nicht ersetzen“.
Stimmt bei der Onlineabwicklung die Reihenfolge nicht, ist der neue Bescheid ungültig, wie mittlerweile mehrere Richter am Bundesfinanzgericht entschieden haben. Eine Sprecherin des Finanzministeriums verwies gegenüber der APA auf technische Gründe und auch darauf, dass es sich beim Zeitunterschied oft nur um Minuten oder Stunden gehandelt habe.
Diverse Studien würden klar zeigen, dass die Mediennutzung zunehme und bei vielen Jugendlichen oft ein problematisches Ausmaß erreiche, sagte Koordinator Alexander Zach, Unternehmer und ehemals Chef des Liberalen Forums, heute. Dazu kämen Themen wie Cybermobbing und Desinformation.
„Man könnte sagen: Wir machen das nebenbei in anderen Unterrichtsfächern mit. Aber wir kämen ja auch nicht auf die Idee zu sagen, Fächer wie Englisch oder Mathematik sollte man in andere Gegenstände integrieren“, so Zach. „Das Thema hat solche Bedeutung, dass es in einem eigenen Fach abgebildet werden muss.“
Wer das Volksbegehren unterzeichnen möchte, kann das ab dem 15. April tun. Dafür ist ein Besuch im Gemeindeamt notwendig. Denn eine digitale Lösung gibt es in Vorarlberg nicht – anders als bei bundesweiten Volksbegehren, die problemlos mittels ID-Austria-App online unterzeichnet werden können.
Die Hürden für eine digitale Unterschrift sind also weniger technischer, sondern vielmehr gesetzlicher Natur. Denn die digitale Zeichnung eines Landesvolksbegehrens ist in Vorarlberg schlicht nicht im Landesvolksabstimmungsgesetz vorgesehen, sagt Martina Schönherr. Dafür müsste das Gesetz geändert werden.
Auf der Baustelle des großangelegten Rechenzentrumsprojekts von Google in Kronstorf hat die Finanzpolizei bei einer Schwerpunktkontrolle zahlreiche Übertretungen festgestellt. Das Bauvorhaben mit einer geplanten Dauer von rund 18 Monaten und mit bis zu 700 Beschäftigten in Spitzenzeiten gilt als eines der größeren Projekte im Land.
Die Gewerkschaft hat am Dienstag nach sechs gescheiterten Verhandlungsrunden österreichweit Warnstreiks abgehalten. 90.000 Angestellte werden in der IT-Branche vertreten. Im Burgenland streikte die IT-Branche zum ersten Mal.
Wegen der stockenden Kollektivvertragsverhandlungen finden am Dienstag und Mittwoch erstmals Warnstreiks in der IT-Branche statt. In Tirol gibt es laut Gewerkschaft in der Branche rund 7.000 Beschäftigte. Zu den Arbeitgebern gehören Banken, größere Handelsbetriebe sowie Klein- und Mittelbetriebe.