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Inspire: Intelligent Novel Support for Personalized Instruction and Robust Evaluation in STEM Lessons at Primary School. Projektleitung Christina Egger von der Pädagogischen Hochschule Salzburg.
Ein KI-gestütztes Diagnosetool, soll Grundschullehrkräfte dabei unterstützen, fachliche Irrtümer von Schülerinnen und Schülern in Mathematik und Sachunterricht frühzeitig zu erkennen und gezielt darauf zu reagieren.
Als viertes und letztes Projekt soll die KI auch in den Klassenzimmern einen Platz finden – Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer sollen damit Fehler der Kinder bei Rechenaufgaben leichter erkennen.
Österreich: Mangelberufe 2022-25: "TechnikerInnen mit höherer Ausbildung (Ing.) für Datenverarbeitung"
https://www.migration.gv.at/de/formen-der-zuwanderung/dauerhafte-zuwanderung/bundesweite-mangelberufe/
Auch Österreich, TU Wien:
2025/26, Informatik: 1.167 Anwärter_innen für 670 Studienplätze
https://www.tuwien.at/tu-wien/aktuelles/news/news/immer-der-reihe-nach
2024: 1352/670 Studienplätze
2022: 742/670 Studienplätze
#itfails #itfailsAT
Kronen Zeitung, Wien vom 17.08.2025Logo
Informationstechnologie
Suche nach Sicherheitslücken
Hackerangriffe auf das Außenministerium werfen Fragen auf. Zum Beispiel folgende: Warum wird eine umstrittene Cybersecurity-Firma mit einem Millionenauftrag ausgestattet?
17.08.2025 | Kronen Zeitung
Am 13. August gibt es Alarm im Außenministerium von Beate Meinl-Reisinger (Neos). Ein mögliches Datenleck wird entdeckt. „Es wurden umgehend Untersuchungen eingeleitet, um den Vorfall so schnell wie möglich aufzuklären. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Daten aus der Reiseregistrierung sowie der öffentlichen Website des Außenministeriums betroffen sein könnten“, heißt es aus dem Ministerium. Die zentralen IT-Systeme des Ministeriums seien nicht betroffen.
Wenig Informationen: „Aus Gründen der Sicherheit“
Es ist nicht der erste Hackerangriff. 2020 gab es einen auf das interne System des Außenministeriums, 2022 einen weiteren. Ein Kontinuum tut sich auf. Ein Partner für Cybersecurity des Außenministeriums war und ist eine Firma namens Ikarus, wiederum Partner der US-Firma FireEye. Die wiederum war selbst Opfer eines Hackerangriffs. Bemerkenswert: Ende Juli 2025 wurde Ikarus für ein Leistungspaket von über einer Million Euro vom Ministerium bezahlt. Ikarus war der einzige Anbieter. Wieso wurde trotz der genannten Vorgänge exakt dieser Anbieter gewählt? Warum gab es nur den einen? Und hat man Verbesserungen im Datensicherheitsbereich geplant?
„Das Außenministerium arbeitet kontinuierlich an der Sicherstellung höchster Qualitätsstandards bei Cyberprävention und -schutz“, heißt es aus dem Ministerium. Es würden Leistungen unterschiedlicher Anbieter herangezogen. Die Beauftragung von Ikarus erfolgte im Zuge eines Rahmenvertrages der Bundesbeschaffungsgesellschaft unter Einhaltung sämtlicher vergaberechtlicher Vorschriften. Aus Gründen der Sicherheit könne man keine näheren Angaben machen.
Interessant: Just die Neos (Douglas Hoyos, heute Generalsekretär) hinterfragten im März 2020 das Engagement von Ikarus und verbundenen Unternehmen per parlamentarischer Anfrage an die ÖVP. Der damalige Kanzler Sebastian Kurz verwies auf eine frühere Antwort, die jener des heutigen Außenministeriums ähnelt: Derartige Inhalte seien vertraulich. Die FPÖ hat jedenfalls zur aktuellen Angelegenheit eines möglichen Datenlecks von Neos-Ministerin Beate Meinl-Reisinger umfassende Aufklärung gefordert. Das dürfte auch andere interessieren. Erich Vogl
Tiroler Tageszeitung, TT am Sonntag vom 17.08.2025Logo
Informationstechnologie
Mit einem digitalen Zwilling auf der Höhe der KI-Zeit
17.08.2025 | Tiroler Tageszeitung
Der Tiroler Nationalratsabgeordnete Jakob Grüner (ÖVP) hat mit „digiJACK“ einen KI-generierten Avatar, der ihm Arbeit abnimmt.
Carmen Baumgartner-Pötz
Innsbruck, Wien – Als der Innsbrucker Rechtsanwalt Jakob Grüner (38) im März für die ÖVP in den Nationalrat nachrückte (mit der Regierungsbildung war ein Abgeordnetensitz vakant geworden), hatte er bereits Wien-Erfahrung: Von 2019–2022 leitete Grüner die Koordinationsstelle des Landes Tirol in der Bundeshauptstadt. Das politische Geschäft war ihm als ehemaligem Büroleiter des Landeshauptmanns ebenfalls nicht fremd.
Neue Wege gehen
Die direkte politische Kommunikation allerdings war Neuland für Grüner. Als seine Mitarbeiter vorschlugen, ihm als Unterstützung einen digitalen Zwilling, einen eigenen Avatar zu bauen, war der Jurist nicht sofort Feuer und Flamme: „Wegen der Missbrauchsgefahr – Stichwort Deep Fake – war ich ehrlich gesagt sehr skeptisch. Aber gleichzeitig war meine Neugierde groß und ich wollte den KI-Zug nicht vorbeifahren lassen“, erklärt Grüner im Gespräch mit der TT. Mittlerweile ist der digitale Zwilling von Grüner ein paar Monate im Amt und es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht auf ihn angesprochen werde, so der Tiroler Nationalrat. „Meistens kommt der Schmäh: Bist du jetzt der echte Grüner oder nicht?“, schildert er. Der politische Avatar des Abgeordneten ist quasi die virtuelle Version des Menschen – und sieht so täuschend echt aus, dass sogar Grüners Frau keinen Unterschied erkennt.
Das liegt daran, dass KI-generierte Inhalte nur so gut sind wie das Datenmaterial, mit dem sie gefüttert werden. In Grüners Fall hieß das, es musste erst einmal Zeit in die Entwicklung gesteckt werden. „Ich habe zum Beispiel im Tonstudio sehr viele Texte als Grundlage für die KI eingesprochen, damit meine Sprachfärbung, meine Betonung, mein dialektaler Einschlag auch beim Avatar funktionieren“, erklärt Grüner.
Tiroler Erfindung
Hinter der Entstehung von „digiJACK“ steht der Innsbrucker Daniel Gosterxeier, er ist auch parlamentarischer Mitarbeiter Grüners. Mit seinem Geschäftspartner Nikolaus Stickler hat Gosterxeier bereits mehrere Start-ups entwickelt, die beiden Digital Consultants arbeiten schon lange mit KI. „Wir wussten, dass wir in der Firma die Möglichkeit haben, so einen Avatar zu bauen – aber es war schon ein Wagnis“, sagt Gosterxeier. Denn nach wie vor gehört Österreich eher zu den technologieskeptischen Ländern und von vielen, vor allem älteren Menschen kommt erst einmal die Frage: Wofür braucht man das? Und wird die KI irgendwann den Menschen ersetzen?
Ergänzung, nicht Ersatz
„Es steckt immer ein Mensch dahinter, nichts wird freigegeben, bevor ich es nicht gesehen habe“, erklärt Grüner. Er nutzt seinen „digiJACK“ vor allem für Erklärvideos und nur auf Social Media (Instagram und TikTok), für Inhalte, die bewusst konsumiert werden. Theoretisch könnte der „digi-JACK“ in allen Sprachen und bei allen möglichen Gelegenheiten sprechen.
Aus den Social-Media-Auswertungen weiß Grüners Team, dass dem Ava- tar länger zugehört wird – was mit der Faszination am Neuen zu tun hat –, die Reichweite aber mit Videos des echten Jakob Grüner größer ist, weil der Algorithmus KI-generierte Inhalte nach hinten reiht. „Ich würde den Avatar jetzt nicht für ein emotionales Thema einsetzen“, sagt Grüner, der in KI generell die Möglichkeit sieht, Arbeit auszulagern und dafür mehr Zeit für andere Dinge zu haben.
Junge sind begeistert
„Ich muss z. B. selbst keine Erklärvideos aufnehmen über eine neue Gesetzesmaterie, das kann mein Avatar machen. Dafür habe ich mehr Zeit für Termine mit echten Menschen“, erklärt er. Das Feedback falle vor allem bei jungen Leuten sehr positiv aus: „Für die ist es cool, dass jemand etwas Neues probiert“. Älteren Menschen müsse man durchaus erklären, was ein Avatar überhaupt ist – Verwechslungsgefahr besteht aber durch die mehrfache KI-Kennzeichnung eigentlich nicht. Und Grüners Kinder? „Die finden den digi-JACK vor allem lustig. Sie meinten, der könnte doch auch mal probieren, eine Pizza zu bestellen.“
„Technisch ist uns da viel gelungen. Das Feedback am Anfang war: Der ist doch abgefilmt!“
Daniel Gosterxeier (Avatar-Entwickler)
Mehr Effizienz solle auch im Bürgerservice Einzug halten, verspricht Leichtfried. Möglich wird das durch den angedachten, verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Einheitliche KI-Lösungen sollen dabei für Bund, Länder und Kommunen zum Einsatz kommen. Durch eine gemeinsame Beschaffung, Lizenzierung und Wartung der IT sollen zusätzlich Ressourcen geschont werden.
Es ist Aufgabe der Politik, schwierige Entscheidungen zu treffen“, meinte Leichtfried, und das habe man getan. Datenschützer kritisieren hingegen, dass ein Eingrenzen der sogenannten „Messengerüberwachung“ eben nur auf Apps wie Telegram oder Whatsapp technisch nicht möglich sei, und ein „Bundestrojaner“, wie er von Kritikern in Anlehnung an das 2019 vom VfGH gekippte Projekt genannt wird, Komplettzugriff auf das ganze Gerät benötigt.
Staatssekretär Pröll: KI-Behörde startet verspätet im Herbst - Sachpolitik - derStandard.at › Inland
Die geplante KI-Behörde wird im Herbst starten, das hat der für Digitalisierung zuständige Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) gegenüber den Salzburger Nachrichten (Samstag) angekündigt. Bei der Einrichtung der nationalen Behörde, die gemäß EU-Verordnung eigentlich bereits Anfang August starten sollte, sei man säumig, räumte Pröll eiDie geplante KI-Behörde wird im Herbst starten, das hat der für Digitalisierung zuständige Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) gegenüber den Salzburger Nachrichten (Samstag) angekündigt. Bei der Einrichtung der nationalen Behörde, die gemäß EU-Verordnung eigentlich bereits Anfang August starten sollte, sei man säumig, räumte Pröll ein. "Bis zum Ende des Sommers" werde es aber eine Lösung geben. Offen ist allerdings noch, wo die KI-Behörde angesiedelt sein soll.
Laut Regierungsprogramm soll die neue Behörde auf der KI-Servicestelle der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) aufbauen. Ob sie bei der RTR angesiedelt wird, ist aber laut Pröll noch Gegenstand der Verhandlungen unter den Koalitionsparteien. "Vielleicht gibt es auch gescheitere Varianten und die muss man durchdenken", meinte er.
Um die digitalen Kompetenzen in der Bevölkerung zu erhöhen, schlägt der Staatssekretär ein generationenübergreifendes Modell vor. "Man könnte in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien, wenn die Zeugnisse ja schon geschrieben sind, einen Tag lang die Schulen für Seniorinnen und Senioren öffnen", so Pröll. Schülerinnen und Schüler könnten so unter Aufsicht der Lehrer ihr Wissen weitergeben, so der Vorschlag, den er mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) besprechen will. n. "Bis zum Ende des Sommers" werde es aber eine Lösung geben. Offen ist allerdings noch, wo die KI-Behörde angesiedelt sein soll.
Laut Regierungsprogramm soll die neue Behörde auf der KI-Servicestelle der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) aufbauen. Ob sie bei der RTR angesiedelt wird, ist aber laut Pröll noch Gegenstand der Verhandlungen unter den Koalitionsparteien. "Vielleicht gibt es auch gescheitere Varianten und die muss man durchdenken", meinte er.
Um die digitalen Kompetenzen in der Bevölkerung zu erhöhen, schlägt der Staatssekretär ein generationenübergreifendes Modell vor. "Man könnte in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien, wenn die Zeugnisse ja schon geschrieben sind, einen Tag lang die Schulen für Seniorinnen und Senioren öffnen", so Pröll. Schülerinnen und Schüler könnten so unter Aufsicht der Lehrer ihr Wissen weitergeben, so der Vorschlag, den er mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) besprechen will.
Ob KI-Workshops für Unternehmen, praxisnahe Impulstage mit internationalen ExpertInnen oder individuelle Beratungen zu digitalen Geschäftsmodellen: Die Initiative digital.tirol bringt Digitalisierung in Tirol in die Praxis. Für das Jahr 2025 stellt das Land Tirol auf Antrag von Wirtschafts- und Digitalisierungslandesrat Mario Gerber insgesamt 630.000 Euro zur Verfügung. Damit sollen bewusstseinsbildende Maßnahmen rund um die Schwerpunkte Künstliche Intelligenz, Daten und New Skills/New Work vorangetrieben und Tirol als digitaler Standort weiter gestärkt werden.
Lehrerin weigerte sich, ID Austria zu verwenden – und wurde gekündigt. Was steckt dahinter?
Worum es bei der ID-Austria-Pflicht an Schulen geht. Der STANDARD hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst
Seit März müssen sich alle Lehrerinnen und Lehrer an Bundesschulen (AHS, HBLA) via ID Austria einloggen, um unter anderem Schülernoten eintragen zu können. Eine Verordnung sieht diese Zwei-Faktor-Authentifizierung vor, um Schülerdaten besser zu schützen. Doch einige Lehrerinnen und Lehrer haben sich quergestellt, sie wollen keine ID Austria und haben deswegen Weisungen von ihren Schulleitungen erhalten. Eine Lehrerin wurde entlassen. Was hat es damit auf sich? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Frage: Werden Lehrerinnen und Lehrer seit März wirklich "gezwungen", eine ID Austria zu verwenden?
Antwort: Indirekt ja. Im März wurde das Schulverwaltungssystem Sokrates umgestellt, in dem Lehrkräfte Schülerdaten, Noten und Reiseabrechnungen eintragen. War zuvor ein einfacher Einstieg mit Benutzername und Passwort möglich, geht das mittlerweile nur mehr mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung. So sieht es die IKT-Schulverordnung vor, um sensible Daten zu schützen. Das Bildungsministerium hat sich dabei für die ID Austria entschieden, und das bedeutet folglich, dass die "Verwendung der ID Austria notwendig ist", um Schulnoten einzutragen, schreibt das Ministerium. Eine Weigerung sei dann eine Dienstpflichtverletzung.
Frage: Was ist mit jenen Lehrkräften, die kein Smartphone besitzen?
Antwort: Für diese stellt das Ministerium ein "Fido-2-Token" zur Verfügung. Diese Fido-2-Tokens sind so klein wie USB-Sticks und können für eine sichere Anmeldung beispielsweise in einen Computer gesteckt werden. Die Kosten dafür werden übernommen. Allerdings ist auch dafür eine ID Austria nötig.
Frage: Warum sorgt das bei manchen Lehrerinnen und Lehrern überhaupt für Empörung?
Antwort: Man könnte es so sagen: Die betroffenen Lehrkräfte lehnen die ID Austria grundsätzlich ab. Sie haben Angst vor Datenmissbrauch und somit genau vor dem, was das Ministerium mit der Verwendung der ID Austria abwehren will. Eine Wiener Lehrerin, die sich weigerte und vergangene Woche entlassen wurde, argumentierte, dass es auch andere Möglichkeiten gebe, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung vorzunehmen, aber das Ministerium keinen Willen zeige.
Frage: Was sagt das Ministerium dazu?
Antwort: Das Ministerium stellt sich hinter die ID Austria als "einzige zwei-Faktor-basierte Authentifizierungsmethode in Behördenqualität". Alternativen privater Anbieter, wie etwa Microsoft oder Google, seien insofern bedenklich, "als der gesamte Prozess in einer privaten US-Cloud liegt", hieß es in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) an die FPÖ im Juni. Dass das Ministerium selbst eine Lösung aufbaue, sei "nicht zweckmäßig" erschienen, da eine "geeignete Variante in Form der ID Austria bereits zur Verfügung stand, die alle Anforderungen erfüllt hat".
Frage: Ist diese verpflichtende Vorgabe der Schulen zur Nutzung der ID Austria tatsächlich problematisch?
Antwort: Aus dienstrechtlicher Sicht schon, meint der unabhängige Lehrergewerkschafter Hannes Grünbichler (Öli-UG). "Grundsätzlich kann niemand dazu verpflichtet werden, eine ID Austria zu haben oder ein ID-Austria-fähiges Smartphone zu besitzen", meinte dieser im STANDARD-Gespräch und plädierte dafür, am Schulstandort Lösungen zu finden, indem etwa Sekretariatskräfte bei der Noteneintragung unterstützen.
Im Bildungsministeriums-Bericht zur Rechts- und Sicherheitsprüfung ist nachzulesen, dass die verpflichtende Einführung der ID Austria "Unsicherheiten" aufwerfen kann. Man solle sich aber bewusst sein, dass die Einführung "keine zusätzlichen Risiken" für persönliche Daten mit sich bringt. Zudem gibt es alternative Zugangswege wie Fido‑2‑Tokens, wodurch keine Abhängigkeit vom Smartphone entsteht.
Frage: Sind nur Lehrkräfte von dieser Pflicht betroffen?
Antwort: Tatsächlich gibt es zahlreiche Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die nicht auf die ID Austria verzichten können. Unübersichtlich ist die Tatsache, dass für diverse Bundesländer unterschiedliche Vorgaben gelten. In Oberösterreich etwa berichten Lehrerinnen, dass sie nur noch mit ID Austria auf ihre Gehaltszettel zugreifen können und auch Reiseabrechnungen ohne ID-Austria nicht mehr möglich sind. Zumindest in Niederösterreich können Mitarbeiter der Landesgesundheitsagentur ihre Gehaltszettel nur mit ID Austria abrufen. Die Datenschutz-NGO Epicenter Works hat Berichte zu dem Thema auf ihrer Website gesammelt.
Frage: Welche sicherheitsrechtlichen Bedenken gibt es denn bei der ID Austria?
Antwort: Die ID Austria sei in die Jahre gekommen, erklärt Thomas Lohninger von Epicenter Works. Deshalb bräuchte es dringend eine Renovierung ihrer "Datenschutzarchitektur". Obwohl die Frage ist, ob sich dieser Schritt noch lohnt. Spätestens Ende nächsten Jahres, so der Experte, müsse man ohnehin von der "Sackgasse" ID Austria auf die neue eIDAS-Brieftasche umstellen.
Der Zwang in Richtung ID Austria sei in jedem Fall illegal, so Lohninger. "Wir widersprechen dem Bildungsministerium, dass jede Alternative zur ID Austria von Google oder Microsoft kommen müsste". Es gebe seit über zehn Jahren TOTP als freie Alternative, womit Lehrerinnen ebenfalls das Eintragen der Noten sicher abwickeln könnten. "Dafür braucht es keine App von staatlicher Seite oder von Big-Tech-Konzernen." (Alexander Amon, Elisa Tomaselli, 18.7.2025)
Kritik von Datenschützern, wonach man damit bewusst Schutzlücken offen lasse, bezeichnet der zuständige SPÖ-Staatssekretär für Staatsschutz Jörg Leichtfried im APA-Interview als falsch. Bis Jahresende umgesetzt haben möchte er eine Altersgrenze von 15 Jahren für Social Media.
Samstagfrüh haben die Kliniken der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) mit einem Ausfall der IT-Systeme zu kämpfen gehabt. Nach zwei Stunden konnte der Fehler behoben werden.
Nachdem ein 21-Jähriger an einer Grazer Schule elf Menschen erschossen hat, möchte Österreichs Bundesregierung Kinder aus Sozialen Netzen draußenhalten. "(Wir werden) uns auch für strengere Regeln für Kinder und Jugendliche im Umgang mit Sozialen Medien einsetzen", sagte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) am Montag bei seiner Regierungserklärung zum Amoklauf. "Denn wir sehen: Digitale Plattformen sind längst nicht mehr nur Orte der Information oder der Unterhaltung. Sie können auch Orte der Radikalisierung und der Verrohung sein. Hier braucht es klare Regeln und klare Verantwortung auf Seiten der Plattformbetreiber." In der deutschen Bundesregierung ist ebenfalls die Forderung nach wirksamen Altersgrenzen für Social Media erhoben worden.
Der für Digitalisierung zuständige österreichische Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) möchte "die Plattformen dazu verpflichten, dass sie ihren Altersbeschränkungen auch nachkommen. Sie müssen quasi Türsteher sein für die Jugendlichen, und wir werden in Österreich eine nationale Lösung machen." Das sagte er im in der ORF-Radiosendung Ö1 Mittagsjournal am Dienstag. Die Methode der Durchsetzung ist nicht geklärt. Pröll zeigt sich offen für die Idee, Konten in Sozialen Netzen mit der staatlichen elektronischen Identität ID Austria zu verknüpfen.
Die Wunschliste an die Regierung ist lang: zu viel Ballast, ein wackeliges technisches Fundament und nervtötende Anmeldeprozeduren. Dabei könnte die digitale Welt so schön und einfach sein
Zuletzt machten Berichte die Runde, die ID Austria werde im kommenden Jahr ohnehin abgeschafft und sei mittlerweile überholt. Das stimmt nur teilweise, denn die ID Austria war immer nur als Zwischenschritt zur EU Digital Identity Wallet gedacht. Sobald die europäische Lösung steht, muss auch die ID Austria überarbeitet werden. Der Vorteil: Man kann sich überall in jedem EU-Land digital identifizieren und Behördengänge abwickeln.
Grund für den Ausfall waren technische Performance-Engpässe bei der ID Austria, was zur Folge hatte, dass sich einige User zeitweise nicht anmelden konnten. Mittlerweile stehe die ID Austria wieder im vollen Umfang zur Verfügung, heißt es aus dem Bundesrechenzentrum.
Kurz' ehemals engster Kreis aus Regierungszeiten war mit Ex-Ministerin Elisabeth Köstinger und Ex-Minister Gernot Blümel vertreten, auch Familienministerin Claudia Plakolm und Ex-Staatssekretär Florian Tursky folgten der Einladung des Ex-Kanzlers. Die kritische vierte Gewalt repräsentierten Ferdinand Wegscheider, Intendant von Servus TV, Wolfgang Rosam, Herausgeber von Falstaff, Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen, und Hans Bürger vom ORF.
Wer am Sonntag im Wahllokal erscheint, sollte also unbedingt den verstaubten Führerschein wieder aus dem Kasten holen. "E-Ausweise (digitaler Führerschein oder digitaler Identitätsnachweis) können im Wahlreferat nicht überprüft werden und werden als Ausweisdokumente nicht akzeptiert", heißt es vonseiten der Stadt Wien.
Der Bericht der OÖNachrichten über mutmaßliche Unstimmigkeiten und Fehler bei der Entwicklung einer digitalen Plattform zur Anlagengenehmigung mit dem Namen „EPA-OÖ“ schlägt hohe Wellen. Wie berichtet, sollen die Kosten für die Entwicklung massiv in die Höhe geschossen sein, bei gleichzeitig bescheidenem Ergebnis. Gleich drei Parteien im Landtag haben im Lauf des gestrigen Tages Anfragen an Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) geschickt.
Kundinnen und Kunden der Post-Tochter Bank99 werden über das Osterwochenende nicht auf ihre Konten zugreifen können. Das berichtete der „Standard“ unter Bezugnahme auf ein Schreiben des Geldhauses an die Betroffenen.