Für öffentliche Verwaltungen gibt es meines Erachtens ein zentrales Problem zu lösen, das in unserem Blogbeitrag „What is Digital Sovereignty?“ beschrieben wird: sicherzustellen, dass nichts Wesentliches verloren gehen kann.
Das entscheidende Wort ist dabei „wesentlich“. Eine Institution muss nicht selbst Eigentümerin der Cloud sein. Sie muss aber sicher sein, dass ihre Daten nicht ebenfalls verschwinden, wenn ein Anbieter morgen vom Markt verschwindet. Sie muss proprietäre Werkzeuge nicht verbieten. Sie muss jedoch gewährleisten, dass das, was sie diesen Werkzeugen anvertraut – ihre Akten, Verträge und Bürgerdaten –, auch für andere als den Anbieter, der das Werkzeug verkauft hat, lesbar, übertragbar und rekonstruierbar bleibt.
Souveränität bedeutet nicht, eine Mauer um den eigenen Besitz zu errichten. Sie ist eine Garantie dafür, aus einer Abhängigkeit aussteigen zu können.
Um dieses Ziel zu erreichen, kann die technische Entscheidung im Kern nur eine sein: Technologien und Werkzeuge zu wählen, die nicht von einem einzigen Unternehmen kontrolliert werden – es sei denn, sie sind vollständig Open Source. Natürlich kann diese Entscheidung angesichts der Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte äußerst schwierig und herausfordernd sein.